[Rezension] Mara & der Feuerbringer

Die nordisch-germanische Mythologie ist jetzt gerade sehr beliebt und auch nicht mehr wirklich unbekannt. Das liegt wohl auch an den Marvel-Filmen, die sich in den neun Welten rund um Yggdrasil befinden. Auch Autoren wenden sich dieser Inspirationsquelle zu. Neben ´Mara und der Feuerbringer´ kann man auch noch die ´Midgard-Saga – Niflheim´ lesen oder auch mal in die Herr der Ringe Trilogie hineinschnüffeln und nach den versteckten Inspirationen suchen, die Tolkien in der germanischen Mythologie gefunden hat.

Nun aber zu diesem Buch, das ich rezensieren möchte, weil es mir wirklich gut gefallen hat. Autor Tommy Krappweis brachte ´Mara und der Feuerbringer´ schon 2009 heraus, die meisten werden aber erst durch den gleichnamigen Film von dem dazugehörigen Buch gehört haben. Diesen April schaffte es Mara mit den nordischen Göttern in die Kinos (nein, ich habe den Film nicht gesehen, freue mich aber nach diesem Buch darauf, ihn zu kaufen!).

Worum geht’s?

Mara ist vierzehn und hat sich mit den normalen Dingen rumzuschlagen, die es halt so zum herumschlagen gibt. Sie hat eine total peinliche Mutter, die es vorzieht mit Bäumen zu sprechen und sich in Erde einbuddeln zulassen. Ihr Vater ist (vielleicht sogar verständlicherweise) von der Familie weggezogen und verschwendet keinen Gedanken daran, einmal anzurufen. In der Schule ist Mara das Opfer der Ärgereien, Anführerin der Jugendlichengruppe ist natürlich die fiese Larissa. Außerdem ist Mara die letzte Spákona, also die letzte Seherin überhaupt und muss dafür sorgen, dass Halbgott Loki dort bleibt, wo er hingehört.

Nun ja, letzteres ist wohl außergewöhnlicher als gedacht. Als Mara von einem sprechenden Zweig erklärt bekommt, was sie sein soll, bekommt ihr Leben eine ganz schöne Kehrtwende. Sie bekommt seltsame Visionen von fremden, schreienden Männern und Riesenschlangen, die im Wasser dümpeln. Vollkommen planlos und verwirrt, warum sie plötzlich Teil der nordischen Mythologie sein soll, sucht sie sich Rat bei Doktor Weissiger. Der will ihr anfänglich nicht glaube, Mara kann ihn aber überreden. Mit ihm gemeinsam versucht sie mehr über dieses seltsame Abenteuer heraus zu finden. Ihre Aufgabe ist, neben der Loki-Sache, die Frau dessen aus den Fängen des mysteriösen Feuerbringers zu holen. Ob sie das schaffen kann?

Meine Meinung:

Nach einer langen Zeit ohne wirklich geschrieben zu haben, war Mara ein richtiger Tritt in den HIntern. Das Buch des Bernd-das-Brot Erfinders ist auf eine sehr angenehm entspannte Weise verfasst. Ich selbst habe das Buch binnen weniger Stunden verschlungen, einfach weil man es so leicht und flüssig lesen konnte.

Auch die Cahraktere sind es wert, begutachtet zu werden. Zum einen ist da ja Mara, die Protagonistin, die eigentlich nicht auffallen will. Innerhalb des Buches durchsteht sie eine ganz schöne Typ Veränderung. Von dem Mädchen, dass lieber unsichtbar wäre als weiterhin von Larissa gepiesakt zu werden zu der Verhinderung  Ragnaröks.

An ihrer Seite dann Professor Weissinger, der nordisch-germanische Mythologie studiert und einen ziemlichen Hass auf den Opern-Komponisten Wagner hegt. Er ist klug, glaubt aber auch desöfteren, alle müssen wissen, was er weiß. Das gibt zwischen den beiden harakteren eine guten und trotzdem erheiternden Moment. Immerhin erfüllt Mara ihm auch so manchen Traum und hilft ihn, die nordischen Götter ganz persönlich kennen zu lernen!

Von der Sprache der beiden fand ich schon, das man einen Unterschied feststellen konnte. Das ist vielleicht nichts wirklich besonderes, aber ich wollte es erwähnen. Mara hat eine ziemlich lockere Jugendsprache, in ihrer Sprache genauso wie in ihren Gedanken. Weissinger hingegen hat eine sehr gehobene Art zu sprechen, jedes Wort von ihm scheint mit Wissen geladen zu sein.

Noch ein wichtiger Punkt in der ganzen Sache ist die Mythologie selbst, bei der ich noch vieles gelernt habe. Man merkt, dass sich der Autor nicht nur das bekannte Wissen genommen und zu einem Buch gemacht hat, sondern sich auch wirklich informiert hat. Es war angenehm zu lesen und nach den versteckten Hinweisen  zu suchen, die mit der Mythologie in Kontakt standen. So zum Beispiel der seltsame Sminarleiter namens Dr. Thurisaz. Der Name ist nämlich der einer Rune die Thor gewidmet ist.

Fazit:

Wer auf eine leichte aber trotzdem interessante, neugierig machende und auch  spannende Lektüre aus ist, sollte sich beim nächsten Buchladenbesuch vielleicht einmal ´Mara´mit nach Hause nehmen und gemeinsam mit ihr erforschen, was es mit dem Feuerbringer zu tun hat.

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2 Kommentare zu “[Rezension] Mara & der Feuerbringer

  1. Hat dies auf Erik Huyoff rebloggt und kommentierte:
    Liegt – als Fan von Tommy Krappweis – schon lange auf meinem SuB – spätestens, nachdem ich die durchweg gelungene Verfilmung gesehen hab. Nach dieser Rezi ist die Lust noch größer 🙂

  2. Pingback: [Interview] Kennen Sie schon … Marie Graßhoff? – TEIL 2 | Paulina Bordihn

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