Tipps und Tricks für Schreibnächte

Seid ihr bereit? Schreibarbeit! Morgen naht ein weiteres Mal die 23. Schreibnacht, ein Event in dem sich irre Autoren zusammen schließen um gemeinsam zu schreiben, zu korrigieren oder sich (höchstwahrscheinlich auch) gemeinsam von den eigentlichen Projekten abzulenken, aber selbst dann lohnt es sich.

Du warst noch nie bei einer Schreibnacht dabei? Ändere das! Schreibnächte wurden von Jennie Jäger eingeführt, einer fantastischen Autorin mit einer ebenso genialen Idee. Der Sinn hinter den Schreibnächten ist es, das epische Gefühl der Gemeinsamkeit kombiniert mit dem, des Schreibens zu verbinden und zu fühlen. Du sitzt an deinem Computer oder vor deinem Notizbuch, scheinbar alleine – aber das bist du nicht! Hundert andere Leute sitzen, zumindest in Gedanken, neben dir und motivieren dich, brüllen dich an weiter zu machen oder mssieren deine wunden Fingerknöchel, sollte es dir zu sehr weh tun. Das ist eines der besten Gefühle, die du haben kannst, neben Protagonisten zu ärgern und Leser in deinen Bann zu ziehen?

Wie läuft das denn jetzt ab? Du setzt dich kurz vor 20 Uhr an deinen Rechner, starrst teils auf ein weißes Stück Papier, teils auf die Facebook-Veranstaltung. Du wartest darauf, dass die Uhr auf 20 umschlägt und für dich offiziel die Schreibnacht begonnen hat. Jede Stunde wird hier eine Aufgabe für alle Autoren gestellt, die sich kurz ablenken oder inspirieren lassen wollen. Dazu gibt es einen Special Guest, dieses mal ist es Natalja Schmidt., sie ist Agentin einer eigenen Agentur. Dazu gehört sie noch einem Fantasy/ SciFi-Lektorat an. Du kannst dir Fragen überlegen, die du daraufhin stellst und am Ende kommst du mit ganz vielen Worten und neu angebrachtem Wissen zurück.

An was sollte man vorher denken? Manche Autoren stürmen unüberlegt in die Schreibnacht, das ist auch kein Problem. Bei mir allerdings habe ich immer das Gefühl, das wenn ich nichts vorbereite, irgendwann die Luft raus ist. Ich habe mir und euch einmal eine kleine ToDo Liste zusammen gestellt, wie ich mich für die Schreibnacht vorbereite.

TO DO:

  • Blog: Was euch eher nicht betrifft – ich muss ja noch diesen Beitrag fertig machen

  • Lesen: Lesen fördert beim Schreiben ungemein und deshalb würde ich gerne noch ca. 20 Seiten an meinem aktuellen Buch „Die Seiten der Welt“ lesen

  • Lesen²: dazu kommt dann noch das schnelle Einlesen in meine eigenen Projekte

  • Essen und Trinken: sehr wichtig! Wird von manchen zu ernst genommen, von Anderen unterschätzt. Ihr denkt ihr wollt abnehmen oder braucht es nicht – falsch! Ihr werdet essen wollen und irgendwann ist dann das Problem da, dass das ganze Essen in der Küche steht. Ich habe mir gestern alles gekauft, was ich brauche. Etwas Süßes, etwas Knuspriges, etwas Energiereiches, etwas Saures, etwas zum kauen und so weiter. Damit kann ich dann nicht verhungern oder verdursten!

  • Notizen bereit legen: Ich habe neben mir weißes Papier sowie mein Plotheft für Nebula/Kegaz bereit liegen, damit ich immer etwas notieren oder nachsehen kann

  • Musik bereitstellen: Manche Menschen können nicht ohne Musik, ich brauche sie nicht wirklich, aber schaden tut es auch nicht. Ich habe auf YT eine Playlist, sowie auch auf Spotify.

  • Inspiration?: Inspiration darf natürlich auch nicht fehlen. Ich habe meine Pinwände auf Pinterest und einen Inspirationsblog auf Tumblr. Da können mir die Ideen hoffentlich nicht so schnell ausgehen.

  • Was kann/will ich schreiben?: neben dem Heraussuchen der Projekte hört es nicht auf. Ich habe mir für beide Romane herausgeschrieben, was ich heute schreiben kann, um einen kleinen Leitfaden zu haben. So habe ich die Geschichte, so wie sie verlaufen soll, in meinem Kopf und frage mich später nicht, wie ich da oder da gelandet bin und wie ich wieder weg komme

  • einschreiben: Da weiß ich selber nicht so genau, ob ich das auch mache, denn einschreiben kann man ja auch wenn die Schreibnacht begonnen hat

  • speichern/öffnen: der Sicherheit zu Liebe speichere ich alles ab, an dem ich heute schreiben werde und öffne es schonmal, damit ich gleich richtig los schreiben kann!

So, das war meine kleine To-Do Liste, von denen ihr natürlich gerne die Punkte so übernehmen könnt, wie ihr wollt. Meine persönliche To-Do Liste ist da noch zehn Seiten dicker, immerhin muss ich die Koffer packen und für meinen Geburstag morgen alles ordentlich vorbereiten.

Aber zurück zur Schreibnacht, sorg dafür, dass du dich an dem Platz, an dem du dich gerade befindest, an dem du auch schreiben wohl fühlst. Ist der Sitz bequem, ist die Ablenkungsgefahr minimal und ist genügend Platz für dein Hirnchaos? Ja? Perfekt!Was ich dir auch noch empfehlen kann,ist ein Inspirationsspaziergang. Den habe ich vor 2 Monaten vor der Schreibnacht gemacht und es hat wirklich tolle Eindrücke gegeben und gleichzeitig ein tolles Gefühl hinterlassen.

Was soll ich überhaupt schreiben?: Wenn du kein Projekt hast oder nicht weißt, die du damit anfangen sollst, lohnen sich Writing Prompts. Ob du bei google, tumblr oder pinterest nachsiehst, ist vollkommen egal, kreative und inspirierende Ideen findest du überall. In meinem letzten Schreibnacht Know How habe ich ein paar für euch vorbereitet, hier sind sie! „Ich werde Trophäen aus ihrem Rückgrat machen!“

  • Ein verzweifelter Familienvater raubt, um an Geld zu kommen, ein Haus aus. Doch rechnet er nicht damit, das sein Opfer ein Zauberer ist!
  • Ein Mann benutzt seine Röntgen-Fähigkeiten, um die Reichen zu berauben und die Armen zu beschenken.
  • „Ich kann die dunkle Materie riechen!“
  • Wenn dein Haus sprechen könnte, was würde das Gemäuer wohl sagen?
    • Wir tanzten mit Monstern durch die Nacht
    • Um das Licht zu beschützen, arbeiten wir im Dunkel.
    • Ein Assi-Hauptschüler mit schlechter Sprache macht eine Zeitreise. Wie kommt seine Pöbelaussprache im 30. Jahrhundert an?
    • Gewitter, mit dem nicht zu scherzen ist, denn mit jedem Blitz landet ein neuer Mensch auf der Erde.
  • Mache aus der langweiligsten Tätigkeit des Lebens etwas furchtbar spannendes!
  • Du wurdest vor einigen Jahren begraben. Plötzlich weckt dich Licht, denn das Grab wurde geöffnet. Und über dir stehen grüßend Gruselgestalten der Halloweenwelt.

No-Gos: Es gibt gewisse Dinge, die du während einer Schreibnacht lieber vermeiden solltest und die sind: Fernsehen und all die anderen Dinge, die dich ablenken. Facebook kannst du wegen der Veranstaltung geöffnet lassen, aber bitte mach den Ton aus, damit dich die Nachrichten-Geräusche nicht irre machen. Twitter, Instagram, Whatsapp, Handy, nervige Eltern – alles was dich nerven könnte, bitte vorher ausschalten.

Vergiss nicht, zwischendurch auch mal von dem Desktop weg zu sehen, denn es schadet deinen Augen. Schau zur Abwechslung mal aus der Ferne, damit sich deine Augen auch an andere Sichtweisen gewöhnen.

Das war es dann mit meinem kleinen Einstiegs-Blogbeitrag zur Schreibnacht. Hoffentlich hat er euch gefallen und ihr schaut euch einmal die ganzen schönen Seiten an, die ich zwischendurch verlinkt habe 🙂

Viel Spaß heute Nacht, eure Paulina!

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