Die Woche rund um das Buch! Teil 3 – Der Verleger

Wenn das Buch geschrieben ist, geht es meist darum, es zu veröffentlichen (nach der Überarbeitung). Deshalb habe ich heute den Verleger Marlon Baker vorzustellen. Viel Spaß.

1. Wer sind Sie eigentlich?Ich würde mich selbst einen Schriftsteller, Verleger und Filmemacher aus Leidenschaft nennen, denn in jedes meiner Werke stecke ich sehr viel Herzblut … wenn ich denn an einer Geschichte „Blut geleckt“ habe! Ich blicke auf eine über 20-jährige Karriere zurück, in der ich bis dato weit über 30 Titel veröffentlicht habe; darunter auch die erfolgreichste E-Book-Trilogie aller Zeiten KANNIBALEN UNTER UNS, die es nun auch in Deutscher Sprache zu kaufen gibt. Ich schreibe vor allem Krimis, Thriller und „experimentelle Bücher“, wie ich sie gerne nenne.

2. Wie, Wann und Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Verleger zu werden?Ich bin Verleger geworden, weil ich ganz besonderen Büchern dazu verhelfen will, Leser zu finden. Dabei veröffentliche ich nicht Masse sondern Klasse. Wer von mir verlegt werden will, muss ein wirklich aussagefähiges Manuskript / Idee vorlegen und einen langen Atem mitbringen, denn Bestseller entstehen nicht über Nacht … sondern jedes Buch braucht seine Zeit, um die Leser zu finden, die es verdient!

3. Wie kann man Verleger werden? Verleger kann im Grunde jeder werden, der den Buchmarkt kennt und neben viel Kreativität auch einen Sinn fürs Geschäftliche mit bringt. Mein Verlag ist nicht besonders groß, doch durch die Veröffentlichungen der Autor/innen wächst nicht nur der Bestand an Titeln, sondern auch das Fundament, auf den man aufbauen kann …

Welche Vorteile haben kleinere Verlage gegenüber den Großen?kleine Verlage sind in aller Regel flexibler und können besser auf den Markt reagieren, auch können kleine Verlage einem Buch Zeit geben, um zu wachsen, statt es nach einem Jahr zu verramschen. Kleine Verlage können auch besser eine Zielgruppe ansprechen, da sie nicht selten auf ein Genre spezialisiert sind.

Was sind die Nachteile? ein Nachteil ist, dass man oft von Buchhandlungen nicht wahrgenommen wird, da es kleine Verlage inzwischen zuhauf gibt. Auch kann der Verlag schneller in Verruf kommen, als einem lieb sein kann, wenn die falschen Kritiken zur falschen Zeit am falschen Ort auftauchen …

6.Welche Kriterien muss ein Manuskript erfüllen, um von Ihnen akzeptiert zu werden? wohl jeder Verleger – ganz gleich ob groß oder klein – wünscht sich vor allem fehlerfreie Manuskripte, die nicht auf jeder Seite mit 20 Fehlern oder mehr aufwarten, die Handlung und die Charaktere müssen stimmen und die Geschichte gut erzählt … dann ist es oft eine „Bauchentscheidung“, ob man das Buch bringen will, oder nicht!

7.Was kann man bei ihrem Verlag erwarten? der mysteria Verlag ist auf fantastische Literatur spezialisiert, somit kann der Leser erwarten, dass wir ihm Türen öffnen, die ins Fantastische und Magische gehen … und ein Autor kann darauf zählen, dass Leser der anvisierten Genre auch auf sein Buch aufmerksam werden, wenn wir es z. B. im Newsletter vorstellen …

8.Wie finden Sie Zeit, um sich um ihren Verlag und die Autoren zu kümmern? neben meiner Tätigkeit, ein „Vollblut-Schriftsteller“ zu sein, widme ich meinem Verlag an drei Tagen in der Woche meine ungeteilte Aufmerksamkeit, an diesen Tagen kümmere ich mich um alle Mails, die eingehen, um Anfragen und die Pressemeldungen. Wenn es mal länger dauert, bis ich mich melde, so ist das keine böse Absicht, sondern gehört zum Verlagsgeschäft dazu 😉

 9. Zuletzt – was raten Sie jungen Schriftstellern, die gerne bei Ihrem Verlag veröffentlichen wollen würden? junge Autor/innen, die mit dem mysteria Verlag Kontakt aufnehmen, sollten uns nicht gleich ellenlange Mails schreiben und wie toll ihre Geschichte doch ist, sondern lieber alles zusammenstellen, was wichtig ist: eine kurze Leseprobe, ein Exposé, eine Vita … evtl. einen Vorschlag fürs Cover … sollte die Leseprobe überzeugen, fordere ich dann dazu auf, das gesamte Manuskript einzureichen, überzeugt auch das, gibt es ein Telefonat, wo alles Weitere besprochen wird. Und vor allem rate ich jungen Autor/innen immer weiter zu schreiben und sich von Rückschlägen nicht beeindrucken oder gar einschüchtern zu lassen. Auch mit Kritik müssen Autoren zu leben lernen … Ist das alles vorhanden, wird man sicher seinen Weg gehen …

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Die Woche rund um das Buch! Teil 3 – Der Verleger

  1. Pingback: [Interview] Kennen Sie schon … Marie Graßhoff? – TEIL 2 | Paulina Bordihn

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