Die Woche rund ums Buch! Teil 2 – Die Autorin

Auch heute gibt’s noch einmal die Autorin. Einfach um mal zu sehen, wie verschieden die Wege eines Autors sein können.

1. Wer bist du denn eigentlich? Ich bin Carolin, 20 Jahre alt, studiere Journalistik und träume davon, Menschen mit meinen Geschichten zu berühren.

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Seitdem ich lesen kann, lese ich sehr viel und irgendwann hatte ich die Nase voll, dass in den Büchern immer „die Falschen“ gestorben sind. Deswegen habe ich angefangen, selbst Geschichten zu schreiben, um selbst bestimmen zu können, wer lebt, glücklich wird und stirbt.

3. Was inspirierte dich zu deiner ersten Veröffentlichung?Das war ein Traum. Ich hatte den Grundplot geträumt und habe am nächsten Morgen gleich angefangen, an der Geschichte zu arbeiten.

4. Woran arbeitest du gerade? Ich arbeite gerade an einem Fantasy-Ratgeber-Roman. Das wird ein Ratgeber für Autoren, der in eine Fantasy-Rahmenhandlung eingebettet ist. Mehr verrate ich noch nicht J Aber es wird eine geballte Ladung Fantasy drin sein.

5. Warum hast du dich dazu entschieden, unter die Selfpublisher zu gehen?Ich habe mich dafür entschieden, weil ich beim Selfpublishing viele Freiheiten habe. Ich kann zum Beispiel selbst entscheiden, wen ich mit dem Cover beauftrage oder in wessen Hände ich das Lektorat lege. Außerdem kann ich zum Beispiel meine eigenen Ideen im Marketing umsetzen.

6. Was sind die Vor- und Nachteile des Selfpublishings im Gegensatz zum Veröffentlichen unter einem Verlag? Ein klarer Nachteil ist, dass man beim Selfpublishing Cover, Lektorat und Co. aus eigener Tasche zahlen muss. Man muss immer hoffen, dass man das Geld durch die Einnahmen aus dem Buch wieder reinkriegt. Dafür hat man den Vorteil, dass man alles selbst entscheiden kann, von Cover, Lektorat über Marketing und Freiexemplare. Man muss nichts mit einem Verlag absprechen.

7. Wie siehst du deine Zukunft als Autorin? Könntest du dir vorstellen, hauptberuflich Autorin zu werden?Es wäre traumhaft, hauptberuflich Autorin zu sein, auch wenn das ein härterer Job ist, als ich dachte. Dazu muss man sehr diszipliniert sein. Doch mit Büchern genügend Geld zum Leben zu verdienen, ist sehr schwer, deswegen werde ich wahrscheinlich nebenberufliche Autorin sein. Es sei denn, ich erhalte irgendwann die Chance meines Lebens und kann sehr viele Menschen mit meinen Geschichten berühren J

8. Hast du neben Uni (?) und dem sozialen Leben überhaupt noch genügend Zeit zum Schreiben?Ich muss mir die Zeit zum Schreiben schaffen. Vor allem in Prüfungszeiten an der Uni muss das Schreiben auch mal hinten anstehen und ich komme gar nicht dazu. Aber sonst sehe ich einfach zu, dass ich mir Zeit für meine Geschichten nehme.

9. Was hast du neben dem Schreiben noch für Hobbies? Ich gehe sehr gerne spazieren und habe ein Faible für geheimnisvolle Orte wie zum Beispiel alte Burgen. Außerdem lese ich viel und mache Zumba.

10. Wie lange dauert es bei dir von der Idee bis zum fertigen Buch?Das ist unterschiedlich und hängt davon ab, wie viel Zeit ich zum Schreiben habe. Für mein erstes Buch habe ich zum Beispiel ein Jahr gebraucht, jetzt geht das ein bisschen schneller, weil ich mehr Schreibroutine habe.

11. Wie hat sich dein Leben durch die Veröffentlichung verändert? Erkennen dich Leute auf der Straße oder ist es noch wie zuvor? Ich habe mein erstes Buch nur in kleiner Auflage bei einem kleinen Verlag veröffentlicht und das Buch gibt es schon längst nicht mehr, deshalb war alles wie immer J Nur früher in der Schule wurde ich ab und zu darauf angesprochen.

12. Weißt du noch, wovon deine allererste Geschichte gehandelt hat? Ja, das weiß ich noch . Ich war sechs oder Jahre alt und es ging um Lars, den Eisbären, der eine Freundin namens Lena hat, mit der er eine Überraschung für den ersten April vorbereitet.  Die Geschichte hat meine Mutter damals für mich auf der Schreibmaschine abgetippt, die habe ich immer noch

13. Rätst du anderen Schriftstellern zum Selfpublishing oder zur Verlagveröffentlichung? Das kommt auf den Schriftsteller an. Man muss der Typ für Selfpublishing beziehungsweise Verlagsveröffentlichung sein. Jeder muss selbst herausfinden, was ihm besser taugt.  Als Selfpublisher kann man sich beispielsweise komplett ausleben, muss aber sehr viel Zeit und Energie in das Buch und später in die Werbung stecken.  Als Verlagsautor muss man zum Beispiel erst einmal viel Fleißarbeit leisten, um einen Verlag zu finden, hat nach der Veröffentlichung aber nicht mehr so viel zu tun wie der Selfpublisher.

14. Was würdest du gerne schreiben, hast es dich aber noch nicht getraut? Seit einiger Zeit lese ich gerne Krimis und würde gerne mal einen schreiben, aber das ist komplett anders als Fantasyromane, deswegen habe ich mich da noch nicht rangetraut. Vorerst bleibe ich aber erstmal bei Fantasy.

15. Zuletzt: Hast du einen Tipp an alle Schreibanfänger, die gerade vielleicht an ihrem Bestseller schreiben? Schreibt eure Geschichten, wie sie euch gefallen und lasst euch nicht von erfolgreichen Büchern in eine Themenecke drängen, also schreibt zum Beispiel nicht nur eine Dystopie, weil Dystopien auf dem Markt beliebt sind.

Meine Homepage: http://www.carolingrotjahn.de

Ratgeberblog für Autoren: http://carolingrotjahn.wordpress.com

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Ein Kommentar zu “Die Woche rund ums Buch! Teil 2 – Die Autorin

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